Schon vor der Corona-Pandemie entstand der Wunsch, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gregorianikschola
„Gloria Dei- homo vivens et Verbum Domini“
aus Pressburg zu machen. Nun wurde er Wirklichkeit:
Am Freitag Morgen, 3.Oktober.25 stiegen 19 Chormitglieder und Christian Meister , dazu 7 Ehe-bzw. Lebenspartner, die das miterleben wollten, in den Zug. Alsbald wurden wir von Maria mit Sekt in Stimmung gebracht und kamen mit „nur“ 80 Minuten Verspätung in Bratislava an. Mit Durchsetzungsvermögen drückten wir uns alle in den städtischen Bus, der uns in die City brachte. Schnell einchecken und auf ins „Bella Napoli“, wo die Pizzen dampfend aufgereiht bereitstanden und nur noch jedem seine(!) vorbestellte zugeteilt werden musste.
So schafften wir es in Ruhe, um 19Uhr den Dom St. Martin zur ersten Probe zu erreichen, damit er uns nicht vor der Nase zugesperrt würde. Welch ein erhabener Raum! Die Akustik fein, nicht zuviel Nachhall förderte unsere Vorfreude auf das Konzert am Samstag. Mit gutem Gefühl verteilten wir uns noch in mehrere Kneipen in der Nähe.
.Der ganze Samstag beschenkte uns mit strahlendem Sonnenschein. Gloria Braunsteiner, die Leiterin der Schola, gab uns am am Vormittag eine Führung durch die sehenswerte Altstadt bis hinunter zur Donau.
Um 14.30Uhr gaben wir unseren Chorstücken den letzten Feinschliff- wir konnten durch Glorias gute Beziehungen in der Kapelle der Jesuiten proben- und um 17Uhr kam der Höhepunkt der Reise: Das Konzert im Dom! Nachdem nicht nur der Mai, sondern auch der Oktober ein Marienmonat ist, gab „Regina caeli“ den Rahmen für unser Programm. Blöcke von mehrstimmigem Chorgesang verschiedener Epochen und sehr anspruchsvollen einstimmigen gregorianischen Gesängen wechselten sich ab. Die Schola genoss unseren Chorklang, und wir staunten über die spannungsreiche Strahlkraft der Melodien und die Homogenität der Gesangsgruppe.
Nun waren wir beglückt und hungrig, später immer noch durstig. Dank Bratislava-Vox-Gruppe fanden sich plötzlich immer mehr in einem exzellenten Weinlokal zusammen…
Am Sonntag-Vormittag war noch Zeit, einen gemeinsamen Spaziergang auf die Burg hoch zu machen, wo wir einen herrlichen Rundblick genossen .
Die Heimreise verlief ohne Verspätungen, dauerte trotzdem ewig, aber wir hatten das Gefühl, viel erlebt zu haben. Und dass unsere Gemeinschaft gestärkt wurde.
Vom 17.-19.10. war der Gegenbesuch der Schola in Augsburg. Das Konzert in St. Georg berührte viele Menschen tief und die Bratislaver staunten über unsere beeindruckende Stadt- besonders die Kirchen.
Das gemeinsame Musizieren hat uns über Völkergrenzen hinweg verbunden.
Mit diesen Erfahrungen freut sich die Pressburger Schola auf den nächsten Gregorianik-Kongress, an dem sie teilnehmen, und wir auf die nächstes Jahr geplante Reise nach Spanien.
